Probleme bei der EM Vorbereitung der deutschen Mannschaft
Die EM-Vorbereitung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft steht unter keinem guten Stern. 18 Tage vor Beginn der EURO 2012 kann Bundestrainer Jogi Löw noch immer nicht mit dem kompletten Kader trainieren, momentan befinden sich nur 17 von 27 Profis im Trainingslager auf Sardinien. Das spät angesetzte Champions-League-Finale und die anschließenden Freundschaftsspiele der Bayern-und Real-Profis, machen Löw einen Strich durch die Rechnung.
Zu allem Überfluss mussten die Bayern, die gleich acht Spieler für die EM abstellen, im Champions-League-Finale eine alptraumartige Pleite hinnehmen. Ganz Fußball-Deutschland fragt sich, wie die Spieler diesen Tiefschlag bis zur EM in drei Wochen wieder aus den Köpfen streichen sollen. In Polen und der Ukraine wird es ganz entscheidend auf die mentale Stärke von Führungsspielern wie Bastian Schweinsteiger ankommen. Ausgerechnet das Herz der Mannschaft konnte aber beim „Finale dahoam“ nicht überzeugen und verschoss einen Elfmeter. Die Leere im Kopf wird noch einige Tage anhalten, sehr wahrscheinlich werden die Bayernspieler deshalb später zur Nationalelf stoßen, als bislang geplant.
Wenigstens aus dem Trainingslager im südfranzösischen Tourettes kommen positive Nachrichten. Jogi Löw hob besonders die Leistungen von Lukas Podolski hervor, der im Kreise der Nationalmannschaft wieder einmal aufblüht, „Poldi“ gibt Vollgas , versprüht gute Laune und Torgefährlichkeit. Der Ex-Kölner hat die Enttäuschung über den Abstieg scheinbar weggesteckt und schaut wieder nach vorne. Für den gebürtigen Polen ist die EM in seiner alten Heimat etwas ganz besonderes, gut möglich, dass er eine ähnlich gute Rolle spielen wird, wie bei der WM 2010.
Mit dem „Umzug“ von Sardinien nach Tourettes hat der Bundestrainer die Zügel angezogen und das Training intensiviert. Einzelne Spieler, wie der lange verletzte Per Mertesacker bekommen Extra-Einheiten, um den Trainingsrückstand wieder aufzuholen. „Merte” macht Fortschritte und wird sehr wahrscheinlich im endgültigen EM-Kader stehen.
Zur größten Herausforderung der deutschen EM-Vorbereitung dürfte jetzt das Aufrichten der maßlos enttäuschten Bayern-Spieler werden. Hier muss der Bundestrainer mit viel Fingerspitzengefühl vorgehen und seine Fähigkeiten als Psychologe unter Beweis stellen.
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